5 wichtige Hebel für die Medizintechnik der Zukunft

Fünf Fotos von Medizinprodukten der nächsten Generation und Beratung durch einen Experten von Kumovis
Ob Fachwissen, 3D-Drucker oder anwendungsspezifischer Arbeitsablauf - Kumovis trägt zu verbesserter Patientenversorgung bei
Kann 3D-Druck der Medizintechnik helfen, bestehende Hindernisse für die Fertigung von Medizinprodukten zu überwinden?

Nicht nur die MDR bereitet der Branche weiterhin Sorgen, sondern auch Herausforderungen wie zunehmender Preisdruck und krisengeplagte Lieferketten. Entscheidende Vorteile für die Medizintechnik der Zukunft lassen sich dennoch schon heute erzielen.

Die Weiterentwicklung der Fertigung spielt im Zuge branchenweiter Innovationsstrategien eine wichtige Rolle. Viele Medtech-Unternehmen stehen zwischen visionärem Aufbruch und regulatorischen Hürden, wie auch die Jahresabschlussveranstaltung im Rahmen des Medical-Mountains-Visionsprozesses zeigte.

Medizintechnik der Zukunft schon heute

Das große Potenzial der additiven Fertigung für die Medizintechnik lässt sich anhand von fünf Chancen für die nächste Generation medizinischer Produkte veranschaulichen:

  1. Individualisierte Medizinprodukte

    Medizinprodukte anzupassen, ist mithilfe die Beratung durch einen Kumovis-Experten möglich
    Bevor patientenspezifische Medizinprodukte entwickelt und gefertigt werden, empfiehlt sich das Gespräch mit einem Kumovis-Experten

    Vielerorts fehlt es der Industrie an Möglichkeiten, Medizinprodukte den Anforderungen einzelner Patientinnen und Patienten anzupassen und gleichzeitig wirtschaftlich zu produzieren. Ein neuer, ganzheitlicher Ansatz ist erforderlich.

    Medizinische Fachkräfte sowie Patientinnen und Patienten können davon gleichermaßen profitieren. Was es dazu braucht, sind eine 3D-Druck-Hardware und Arbeitsabläufe, die auf die Individualisierung von Medizinprodukten ausgerichtet sind, sowie entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen. Ob in einer Fertigungsstätte oder einem Krankenhaus, die Kombination dieser drei Faktoren ist entscheidend.

  2. Kosten einsparen

    Frau entnimmt medizinisches Produkt aus 3D-Drucker Kumovis R1
    Kumovis R1 ist die Plattform für Ihre Kosteneinsparungen

    Wieso sich patientenindividuelle Behandlungen derzeit noch schwierig umsetzen lassen, hat Gründe. Einer davon ist, dass die konventionelle Herstellung der dafür nötigen individualisierten Medizinprodukte sehr kostenintensiv ist.

    Bei Kumovis bilden automatisierte und anwendungsspezifische Arbeitsabläufe einschließlich eines wirtschaftlich tragfähigen 3D-Druckverfahrens die Grundlage für eine kostensparende Fertigung – ob bei Einzel- oder Serienprodukten. Durch die Reduzierung der Produktionskosten und -zeiten sparen Medizinproduktehersteller und Krankenhäuser auch bei den Gesamtanwendungskosten. Kumovis ermöglicht es ihnen, noch mehr Menschen individuelle Behandlungen anzubieten und damit die Patientenversorgung zu verbessern.

  3. Regulatorische Anforderungen erfüllen

    Kumovis-R1-3D-Drucker können medizinische Implantate für die Kranioplastik herstellen
    Für den 3D-Druck patientenspezifischer Implantate bedarf es regulatorischer Unterstützung

    Eine weitere Chance für die Medizintechnik der Zukunft ist die vorausschauende Einbeziehung von Vorschriften, wobei hier insbesondere regulatorische Prozesse zu nennen sind. Doch die Aussicht darauf, die erforderlichen Dokumente zu erstellen, wirkt vielerorts als Innovationsbremse.

    Oft fehlen die Ressourcen für die Entwicklung der Rahmenbedingungen, um die regulatorischen Anforderungen erfüllen zu können. Kumovis unterstützt Medizintechnikunternehmen und Krankenhäuser, Innovationen voranzutreiben, indem wir nicht nur branchenspezifische 3D-Druck-Hardware und medizinisch geeignete Werkstoffe bereitstellen, sondern auch die nötigen validierten Prozesse und Unterstützung im Bereich regulatorischer Daten.

  4. Nutzen und Aufwand abwägen

    Chirurgisches Instrument und Probe-Implantat für die Wirbelsäule
    Durch die Verarbeitung eingefärbter Kunststoffe liefert 3D-Druck mit Kumovis weitere Mehrwerte – wie z.B. bei diesem Probe-Implantat

    Da der Preisdruck in der Medtech-Branche zunimmt, müssen Hersteller die Kosten und zusätzlichen Funktionen eines Produkts wirtschaftlich sinnvoll abwägen.

    Der Einsatz von Kumovis-Technologien und dem Werkstoff PPSU ermöglicht beispielsweise den kosteneffizienten 3D-Druck von Produkten wie Wirbelsäulen-Trial-Cages. Mit solchen Kombinationen können Hersteller neue Möglichkeiten in der Neurochirurgie erschließen. Das Materialportfolio, das für die Fertigung mit dem Open-Filament-System Kumovis R1 zur Verfügung steht, umfasst neben PPSU noch viele weitere Polymere, beispielsweise PEEK, PEKK und PLLA. Das Materialportfolio, das für die Fertigung mit dem Open-Filament-System Kumovis R1 zur Verfügung steht, umfasst neben PPSU noch viele weitere Polymere, beispielsweise PEEK, PEKK und PLLA.

  5. Interdisziplinäre Kompetenz

    Schädelimplantat mit 3D-gedrucktem Kumovis Improved Interface
    Um Oberflächenfunktionalisierungen zu schaffen, ist Fachwissen in mehreren Disziplinen erforderlich

    Nicht zuletzt sind die Kompetenz in der Medizin-, Kunststoff- und Verfahrenstechnik sowie ein branchenspezifisches Partnernetzwerk zu erwähnen. Sie sind wichtige Voraussetzungen für die komplexen Medizinprodukte der nächsten Generation.

    Wie bei jeder neuen Lösung oder Produkteigenschaft sind datenbasierte Analysen und daraus entstehende Best Practices erforderlich, um das volle Potenzial für Nutzerinnen und Nutzer auszuschöpfen. Kumovis stellt dem Gesundheitswesen das nötige Fachwissen zur Verfügung, um gemeinsam Vorteile für Patientinnen und Patienten zu schaffen. Einzigartige Oberflächenfunktionalisierung ist nur ein Ergebnis der anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

Neue Möglichkeiten

Von der individualisierten Herstellung von Implantaten bis hin zu neuen Möglichkeiten für die Wirbelsäulenchirurgie: es gibt es viele neue Möglichkeiten, den 3D-Druck zur Verbesserung der Patientenversorgung einzusetzen. Und es liegt nahe, diese effizienteren Lösungen auch zu nutzen, um technologische wie wirtschaftliche Barrieren zu überwinden und den medizinischen Fortschritt weiter voranzutreiben.

3D-gedruckte Medizinprodukte verbessern bereits jetzt die Gesundheitsversorgung – und sparen gleichzeitig Kosten. Lassen Sie uns in Kontakt treten und gemeinsam den medizinischen 3D-Druck auf die nächste Stufe heben.