Griff und Trial Cages aus 3D-gedrucktem wie röntgensichtbarem PPSU für Wirbelsäulenanwendungen

Alternativen zur Nutzung von Titan für Implantate und Instrumente

Metallische Werkstoffe sind in medizinischen Bereichen wie der Neurochirurgie weit verbreitet. Leichtere und doch starke Alternativen zur Nutzung von Titan für Implantate und Instrumente stehen bereit.

Keine Frage, dass Medizintechnik-Hersteller Metalle wie Titan nutzen, um Implantate und Instrumente zu fertigen, hat gute Gründe. Biokompatibilität und mechanische Eigenschaften sowie das spezifische Gewicht des Werkstoffs weisen Werte auf, die den Anforderungen des Gesundheitswesens entsprechen. Doch ist Titan der Branche letzter Schluss? Additiv gefertigte Trial Cages aus Polymeren für die Wirbelsäulenchirurgie zeigen neue Chancen auf.

Mit Blick auf die Einsparungen, die sich mit additiver Fertigung und der Nutzung des Kumovis R1 erzielen lassen, sind auch Kunststoffapplikationen über die Neurochirurgie hinaus eine Überlegung wert

Guntmar Eisen, Diener Implants GmbH

So aussichtsreich die Patientenversorgung mithilfe medizinischer Produkte aus Titan beziehungsweise dessen Legierungen sein mag, hochwertige Polymeralternativen sind verfügbar. Die Rede ist von Hochleistungskunststoffen wie PPSU, PEEK und PEKK. Wie Titan verfügen sie über die mechanischen Eigenschaften, Biokompatibilität und Sterilisierbarkeit, die in der Medizintechnik gefordert sind.

PPSU anstelle von Titan für Implantate und Instrumente – die Vorteile

Darüber hinaus hat 3D-gedrucktes PPSU in medizinischen Anwendungsbereichen wie der Neurochirurgie Vorteile gegenüber Titan. Diese werden deutlich am Anwendungsfall des industriellen 3D-Drucks von Trial Cages aus PPSU für Operationen zur Wirbelsäulenversteifung. Ein kleiner Auszug der Vorteile im Überblick:

Filament-Spule mit blauem PPSU
PPSU-Filament ist in höchster Qualität für Anwendungen wie Implantate und medizinischer Qualität für Kurzzeitanwendungen erhältlich

Es geht also nicht nur um einen Werkstoff, der röntgensichtbar, biokompatibel und sterilisierbar ist. Mithilfe additiver Fertigung und beispielsweise kontrastmittelgefülltem PPSU anstelle von Metallen wie Titan für Implantate oder Instrumente lassen sich erhebliche Einsparungen erzielen.

Return on Investment um 20 Prozent gesteigert

„Nicht nur das geringere Gewicht und die besseren Röntgeneigenschaften von PPSU im Vergleich zu Titan stimmen uns optimistisch“, erklärt Medizintechnik-Hersteller Guntmar Eisen von Diener Implants. „Mit Blick auf die Einsparungen, die sich mit additiver Fertigung und der Nutzung Kumovis R1erzielen lassen, sind auch Kunststoffapplikationen über die Neurochirurgie hinaus eine Überlegung wert.“ Für den oben skizzierten Trial-Cage-Fall kann der Return on Investment um 20 Prozent gesteigert werden. Solche Vorteile lassen sich auch auf die additive Fertigung von Implantaten übertragen. Dazu gehören neue Funktionalisierungs- und Designmöglichkeiten wie zelluläre Strukturen und Kumovis Improved Implant Interface.

Wichtig ist vor allem, die Vorteile der additiven Fertigung und etablierter Hochleistungskunststoffe wie PPSU oder PEEK bereits während der Konstruktion umzusetzen. Gemeinsam finden wir die bestmögliche Kunststofflösung für Ihre medizinischen 3D-Druck-Applikationen.

Mit Polymeren ROI erhöhen

Sie möchten mehr über die Vorteile von Implantaten und chirurgischen Instrumenten aus Polymeren wie PPSU erfahren? Kontaktieren Sie unsere Expertinnen und Experten für den 3D-Druck in der Medizin.