AM Medical Days, Formnext, COMPAMED 2021: Impulse für Medizinproduktehersteller

Drei Besuchende des Kumovis-Standes auf der AM-Medical-Days-Konferenz diskutieren mit dem Personal über die Innovationen des Unternehmens im Bereich der Medizintechnik, alle tragen Mund-Nasenschutz
Kumovis ermöglicht Herstellern unter anderem, zukunftsfähige Medizinprodukte additiv zu fertigen (Bildnachweis: AM Medical Days)
Aktuelle Branchenevents zeigen, wie 3D-Druck Medizinprodukteherstellern hilft, Innovationen für eine patientenfokussierte Versorgung zu schaffen

In diesem Jahr fanden in Deutschland drei der weltweit spannendsten Veranstaltungen im Bereich der additiven Fertigung und Medizintechnik statt. Die Rede ist von MEDICA und COMPAMED, Formnext und der neuen Konferenz für Entscheidungsträgerinnen und –träger sowie Fachkräfte im medizinischen 3D-Druck in Berlin, AM Medical Days. Kumovis war auf den Veranstaltungen als Aussteller vertreten und füllte das Programm mit wertvollen Einblicken in seinen neuen End-to-End-Workflow für Medizinproduktehersteller und das Gesundheitswesen.

Die Lösung ist auf branchenspezifische Anforderungen abgestimmt und ermöglicht eine effizientere Herstellung von Implantaten und Instrumenten aus Hochleistungspolymeren wie PEEK, PEKK und PPSU im Vergleich zu konventionellen Verfahren. Der erste Anwendungsbereich des neuen Workflows ist die Herstellung patientenspezifischer Kranialimplantate, weitere Applikationen folgen.

AM Medical Days: Zukunft schon heute erleben

Bevor Stefan Leonhardt, Co-CEO von Kumovis, den Workflow einem großen Fachpublikum auf den AM Medical Days im Detail vorstellte, hatte er mit Blick auf die Konferenz gesagt: „Wer sich mit 3D-gedruckten Medizinprodukten oder der Zukunft im OP professionell befasst, kommt am Besuch dieses Events kaum vorbei.“ Für diejenigen, die nicht teilnehmen konnten, bietet Kumovis hier zusätzlich einen ausführlichen Einblick in den End-to-End-Workflow.

3D-gedruckte Implantate aus PEEK, PEKK und PPSU für die Kranioplastik liegen auf einem Tisch und weißen Tuch, dahinter sind Aufsteller, auf denen die Merkmale des 3D-Druckers Kumovis R1 stehen
Der End-to-End-Workflow für den 3D-Druck patientenspezifischer Implantate war der Höhepunkt von Kumovis auf den Events 2021

Anwenderinnen und Anwender können ihre Fertigung damit kosteneffizienter gestalten. Darüber hinaus unterstützt Kumovis Medizinproduktehersteller auf dem Weg zur Zulassung und hilft, Innovationen schneller auf den Markt zu bringen. „Kumovis ist stolz, als Gründungspartner der AM Medical Days schon heute einen weiteren Beitrag zur Zukunft des 3D-Drucks in der Medizin zu leisten“, ergänzt Stefan Leonhardt, der auf der Konferenz unter anderem über den 3D-Druck von Implantaten und Point-of-Care-Anwendungen sprach.

In den Keynotes und Panels der AM Medical Days 2021 beantworteten internationale medizinische 3D-Druck-Fachkräfte folgende Fragen zum aktuellen Stand additiv gefertigter Implantate: Welche Anwendungen sind heute möglich, welche befinden sich noch in der Entwicklungsphase? Und wie lassen sie sich unter erschwerten Marktbedingungen mittels 3D-Druck umsetzen? Einblicke von den AM Medical Days in Berlin finden sich auf dem LinkedIn-Kanal von Kumovis.

Formnext: 3D-Druck von Implantaten live

Kumovis stellte seine Neuentwicklungen auch auf der Formnext in Frankfurt am Main aus. Die Messe zählte in diesem Jahr rund 18.000 Besuchende aus 76 Nationen, mehr als erwartet. Und auch für alle, die es aufgrund nötiger Reisebeschränkungen nicht persönlich zur Formnext geschafft haben, bestand in Form der nachgelagerten Formnext Digital Days ein digitales Angebot. Die Online-Veranstaltung ermöglichte, Trendthemen wie On-Demand-Kleinserienfertigung, Dezentralisierung und sichere Prozessketten virtuell zu diskutieren.

Zudem scheint sich die Forderung nach applikationsspezifischen Entwicklungen in der additiven Fertigung weiter zu häufen, wie Messekommentare wie dieser von 3DPrint.com-Executive-Editor Joris Peels nahelegen: „Einige dieser Systeme mögen überleben, aber ich frage mich, wofür genau sie gemacht sind? […] Ich denke, dass viele der Unternehmen enorm davon profitieren könnten, wenn sie enger mit Kunden und Materialherstellern zusammenarbeiten würden, um sich besser auf Anwendungen und Bedürfnisse abstimmen zu können.“

Kumovis R1, ein filamentbasiertes 3D-Drucksystem speziell für die Medizintechnik, stellte Kumovis vor zwei Jahren vor. Besuchende der diesjährigen Formnext sahen das System zum ersten Mal seit 2019 bei einer öffentlichen Veranstaltung in Aktion. Die deutsche Fachzeitschrift „MaschinenMarkt“ bezeichnete den 3D-Drucker als Must-see in seiner Messeberichterstattung. PEEK-Schädelimplantate, die am Stand live 3D-gedruckt wurden, gehörten neben PPSU-Produkten für Probe-Implantate und Instrumente zu den Höhepunkten bei Kumovis. Wie auch auf den anderen Events im November interessierten sich die Besuchenden der Formnext besonders für den neuen Kumovis-End-to-End-Workflow – von der DICOM-Verarbeitung über den 3D-Druck und die Nachbearbeitung bis hin zur Zulassung eines Medizinprodukts.

COMPAMED: Zulassung im Mittelpunkt

Während die Formnext 2021 bewies, dass sich 3D-Druck auch für industrielle Produkte etabliert, gab die COMPAMED in Düsseldorf Impulse für Innovationen bei medizinischen Anwendungen. Besonderer Fokus lag auf der Chirurgie, neuen medizinischen Werkstoffen und smarten Sensoren. Rund 46.000 Besucherinnen und Besucher aus 150 Ländern nahmen an der Präsenzveranstaltung teil.

Worum geht es beim End-to-End-Workflow von Kumovis?

Der neue End-to-End-Workflow von Kumovis umfasst zum einen die Bereitstellung des 3D-Druckers Kumovis R1 und der Software, zum anderen bietet das Unternehmen anwendungsspezifische Prozesse und regulatorische Daten wie die Maschinenqualifizierung sowie die biologische und mechanische Validierung. Mit diesem Komplettpaket können Medizinproduktehersteller Kosten sparen, Produkte mit Mehrwert schaffen und regulatorische Unterstützung auf MDR- und FDA-Märkten erhalten.

In den Hallen der COMPAMED und MEDICA war dieses Jahr wieder das Gros der wichtigsten Medizintechnik-Unternehmen und –Innovationen versammelt. Hygienemaßnahmen wie strenge Eingangskontrollen und eine durchgängige Maskenpflicht haben sich bewährt. Die Branche war, nach der digitalen Ausgabe im Jahr zuvor, wieder bereit für persönliche Gespräche. Ein Hauptthema der COMPAMED war die Regulierung medizinischer Produkte.

Kumovis griff dies im „COMPAMED Suppliers Forum“ auf und hielt einen Vortrag mit dem Titel „Implantate und Instrumente aus Hochleistungspolymeren in Einzel- oder Serienfertigung: Design, 3D-Druck und Zulassung“. Ein „volles Haus“ unter Einhaltung der bewährten Abstandsregeln berichtet Medtech-Fachmedium „DeviceMed“ in dessen Bildergalerie.

Medizinproduktehersteller bereit für 3D-Druck

Krankenhäuser und Medizinproduktehersteller erreichen mit dem Kumovis-3D-Druckprozess bei der Verarbeitung von Hochleistungspolymeren die mechanischen Eigenschaften, die sie sonst nur aus der konventionellen Fertigung kennen. Wie die Besuchenden der COMPAMED konnten auch die der AM Medical Days und Formnext am Stand von Kumovis 3D-gedruckte Implantate und Instrumente in die Hand nehmen, sich von der Qualität der Bauteile überzeugen und einen Blick in die Zukunft der Medizintechnik werfen.

Die Besuchenden des Kumovis-Stands auf der Formnext interessierten sich für den End-to-End-Workflow und fragten Kumovis-Mitarbeitende danach
Auf der Formnext tauschten sich Besuchende des Kumovis-Stands über 3D-gedruckte Implantate aus und vergewisserten sich von deren Qualität

Es steht außer Frage, dass der 3D-Druck nicht für alle medizinischen Einsatzbereiche geeignet ist. Doch die derzeit entwickelten Anwendungen versprechen Großes. So ist der 3D-Druck am Point of Care bereits heute Realität, und innovative Teams arbeiten an neuen Implantat-Designs, die sowohl Patientinnen und Patienten als auch dem chirurgischen Personal helfen.

Interdisziplinäre Partnerschaften zwischen Materialwissenschaft, Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie medizinischen Fachkräften verändern die Zukunft der Gesundheitsversorgung. Wann fangen Sie mit 3D-Druck an?